: 10 Tipps zum Sprit sparen

Bildquelle: Unsplash

Ob Heizöl, Strom, Benzin oder Diesel: Energie ist momentan so teuer wie nie. Der hohe Ölpreis wirkt sich natürlich auch auf Ihre Spritkosten aus. Ein Liter Super kostet im November 2022 teilweise immer noch fast zwei Euro. Das heißt, eine ganze Tankfüllung schlägt gern mal mit Beträgen im hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Bereich zu Buche. Doch obwohl Sie nur einige Male im Monat tanken, haben Sie jeden Tag selbst in der Hand, Ihre Kosten für Benzin oder Diesel so niedrig wie möglich zu halten. Denn wenn Sie weniger verbrauchen, müssen Sie auch weniger tanken. Das freut neben Ihrem Geldbeutel auch Klima und Umwelt. Wie Sie mit den zehn besten Tipps bis zu 20 Prozent Sprit sparen.

Die 10 besten Tipps, um Sprit zu sparen

1. Geschwindigkeit optimieren

Der erste Tipp zum Sprit sparen ist so einfach wie effektiv: Rasen Sie nicht. Bei Tempo 200 und mehr auf der Autobahn helfen auch die besten Tipps nicht. Wählen Sie Ihre Geschwindigkeit mit Bedacht im Blick auf die Richtgeschwindigkeit und beschleunigen Sie zügig. Schalten Sie rechtzeitig schon bei einer Drehzahl von 2.000 bis 2.500 U/min in den nächsten Gang. Viele Autos geben Ihnen durch ein Symbol im Cockpit einen Hinweis, wann Sie hoch- oder runterschalten sollten. Fahren Sie mit Automatikgetriebe, können Sie einen Fahrmodus auswählen. Entscheiden Sie sich statt für Normal oder Sport für Eco, um Energie zu sparen. Im Eco-Modus wird für ein niedrigeres Drehzahlniveau und weniger Verbrauch früher hoch- und später runtergeschalten. Wenn Sie Ihre Fahrweise optimieren, optimieren Sie auch Ihren Spritverbrauch.

2. Unnötige Fahrten vermeiden

Was gibt es dazu noch zu sagen? Fahrten zum Angeben und Rasen verbrauchen unnötig Sprit. Kurze Strecken sollten Sie besser laufen oder zum Beispiel das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, S-Bahn oder E-Scooter bevorzugen. Bei kaltem Motor verbraucht ein Auto ohnehin am meisten Sprit. Das rührt daher, dass der Ottomotor beim Warmlaufen ein fetteres Gemisch braucht, um gleichmäßig zu laufen. Dafür wird der Kraftstoffanteil erhöht. Vor allem in Städten mit viel Verkehr sparen Sie sich auch Staus und Stop-and-go-Verkehr, der besonders verbrauchsintensiv ist. Statt mehrerer Einzelfahrten zum Beispiel erst zum Bäcker und danach zur Post, sollten Sie diese zu einer längeren Fahrt kombinieren. Für den Weg zur Arbeit gibt es attraktive Alternativen, die oft auch gefördert werden, darunter Fahrgemeinschaften, Jobtickets oder das JobRad.

3. Defensiv fahren

Wer aggressiv fährt, zu wenig Abstand hält und auch das riskanteste Überholmanöver nicht unversucht lässt, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern muss auch mehr bremsen und verschwendet dabei teure Energie. Fahren Sie vorausschauend und nutzen Sie die Motorbremsung. Gehen Sie schon vom Gas, wenn Sie ein Hindernis, ein anderes Auto oder eine rote Ampel sehen, damit Sie nicht öfter oder heftiger bremsen müssen als nötig. Rollen Sie an eine rote Ampel heran, müssen Sie auch nicht von Null an anfahren und können die Bewegungsenergie voll ausnutzen. So sind Sie sicherer und günstiger unterwegs. Für Profi-Tipps können Sie auch Fahrtrainings absolvieren, die zum Beispiel der ADAC anbietet.

4. Unnötige Verbraucher ausschalten

Klimaanlage oder Heizung bringen weniger bei offenem Fenster. Schalten Sie alles aus, das Sie nicht brauchen. Heizen Sie effizient kurz bei geschlossenen Fenstern auf. Während offene Fenster bei niedrigen Geschwindigkeiten die Klimaanlage ersetzen können, sollten sie bei schneller Fahrt geschlossen sein. Offene Fenster auf beiden Seiten erhöhen Ihren Spritverbrauch durch die schlechtere Aerodynamik schon bei 100 km/h um 0,2 Liter pro 100 Kilometer. Ein besonderes Sparpotenzial ergibt sich im Winter: Ihre zugefrorene Heckscheibe können Sie mit einem Eiskratzer schneller und günstiger frei bekommen als mit der Heckscheibenheizung. Außerdem sollten und dürfen Sie den Motor auch gar nicht laufen lassen, während Sie die Scheiben vor dem Losfahren noch von Schnee und Eis befreien. Sparen Sie aber bitte niemals an der Beleuchtung und schalten die Scheinwerfer im Dunkeln aus. Auch die Scheibenwischer oder Wischanlage dürfen keine Verbraucher sein, an denen Sie sparen. Gute Sicht und Sicherheit gehen immer vor!

5. Motor ausschalten

Vor allem Fahrer, die keine Start-Stopp-Automatik haben, lassen den Motor gern laufen, wenn sie an einer roten Ampel warten müssen. Dabei lohnt es sich schon bei 20 bis 30 Sekunden Standzeit, den Motor so lange auszuschalten. Im Leerlauf verbraucht Ihr Auto nämlich immer noch 0,5 bis 1 Liter Kraftstoff pro Stunde. An Bahnübergängen müssen Sie den Motor sogar ausschalten.

6. Reifendruck erhöhen

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Reifendruck und stellen Sie ihn ideal ein. Ist der Reifendruck groß genug, verringert sich die Kontaktfläche von Reifen und Asphalt. Weniger Reibung entsteht, Ihr Auto muss weniger Rollwiderstand überwinden und der Spritverbrauch sinkt. In der Bedienungsanleitung Ihres Autos finden Sie Angaben dazu, ob Sie den Reifendruck sogar ein wenig höher einstellen können, als empfohlen ist, um zusätzlich zu sparen. Darüber hinaus können Sie beim Reifenkauf auf den angegebenen Rollwiderstand achten. Mit optimierten Reifen können Sie nämlich bis zu 0,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer sparen. Da lohnt sich sogar der Kauf eines etwas teureren Reifens mit geringerem Rollwiderstand schon nach kurzer Zeit.

7. Ladung reduzieren

Mehr Gewicht, mehr Spritverbrauch. Überprüfen Sie also vor der nächsten Abfahrt mal, womit Ihr Auto so beladen ist. Vielleicht fahren Sie schon seit Wochen ein paar Getränkekisten, zwei Werkzeugkoffer, die Massivholzkommode für den Sperrmüll und drei Auto-Atlanten von 1992 mit sich herum und zahlen dafür beim Sprit drauf. Nehmen Sie nur mit, was Sie auch brauchen. Jedes Kilo kommt Ihnen zugute, immerhin sind Massen träge. Schon 30 Kilo Zusatzlast kosten Sie 0,1 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer. Das gilt auch für Dachboxen und entsprechende Träger. Übrigens verbrauchen Sie wegen des Luftwiderstands weniger Sprit, wenn Sie Fahrräder auf der Anhängerkupplung anstatt auf dem Dach transportieren.

8. Das Auto pflegen

Nicht nur Druck und Zustand Ihrer Reifen, sondern auch manche anderen Ersatzteile wie der Motorluftfilter beeinflussen Ihren Kraftstoffverbrauch. Regelmäßige Inspektion und Wartung sind daher unerlässlich, damit Sie Ihr Auto jederzeit sicher, gut und spritsparend fahren. Achten Sie auch auf regelmäßige Ölwechsel mit Leichtlauföl.

9. Günstigste Tankstelle suchen

In Zeiten der Smartphones und Smart Cars ist eines klar: Mittlerweile gibt es für alles eine App. So können Sie natürlich auch Tank-Apps herunterladen und damit per Ortungsdienst die günstigste Tankstelle in Ihrer Umgebung finden. Dort sehen Sie auch aktuelle Trends und können entscheiden, ob Sie am Start oder doch besser am Ziel Ihrer Fahrt tanken oder besser bis zu einer bestimmten Tages- und Uhrzeit warten. Dann tanken Sie wenigstens so günstig wie möglich. Die meisten Apps im App Store von Apple sind sogar kostenlos.

10. Auto stehen lassen

Vielleicht sind Sie auf Ihr Auto angewiesen und keine andere Option eignet sich besonders für Sie. Daher hilft Ihnen der zugegeben etwas zynische Tipp nicht, das Auto einfach stehen zu lassen. Das steht außer Frage. Doch der erste Schritt zum vernünftigen Konsum und Gebrauch ist es, sich dessen einmal wirklich bewusst zu werden. Seien Sie sich im Klaren darüber, welchen Einfluss das Autofahren auf Ihre finanzielle Situation, nicht zuletzt aber auch auf Umwelt und Klima hat. Bevor Sie also mit dem Auto die 500 Meter zur Post fahren anstatt zu laufen oder eine Fahrt unternehmen, die Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln ebenso – vielleicht sogar besser und schneller – erreichen könnten, denken Sie doch wenigstens einmal über die Alternativen nach. Wenn Sie sich doch fürs Auto entscheiden, befolgen Sie einfach diese wertvollen Tipps. Sehen Sie, wie viel Sprit und bares Geld Sie schon mit ein paar kleinen Umstellungen sparen können. In diesem Sinne: Gute Fahrt!

Magazin